sieh mich an!

•Mai 25, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

du hast mich allein gelassen.

ein kleiner Fisch, verloren in den Weiten des Ozans,
er sucht nach Orientierung,
er hat Angst,
beängstigend die Tiefe und die Dunkelheit.
Gefahren lauern an jeder Ecke,
Angst und Unsicherheit wird heruntergeschluckt.
Kein Platz für derartiges Empfinden,
es droht der Untergang.
 

du hast mich allein gelassen.

Stein auf Stein, so wächst die Mauer.
Schutz vor der Umwelt, Schutz vor sich selbst.
Mit einem Lachen im Gesicht ist alles machbar.
Ich muss mich festhalten, du hast mich nie gehalten.
Ich suche Halt, doch dieser macht mir Angst.
Ich suche Schutz, doch ich weiß nicht wo.
 

du hast mich allein gelassen.

ein Schmerz, wie ich ihn noch nie empfunden habe,
ein Stich in die Brust, aus der Brust,
raus damit, ich möchte schreien, ich möchte weinen.
Ich möchte das nicht mehr.
Ich möchte frei sein.
Frei von Schuld.
Frei von Sorge.
 

du hast mich allein gelassen.

es tut weh, so unendlich weh.
aber es geht, es kann gehen.
ich möchte dich verbannen, ich möchte dich verfluchen,
ich möchte dich in den Arm nehmen, ich möchte in deinem Arm weinen.
 

du hast mich allein gelassen.

Tu das nie wieder!

ein Kampf

•Mai 23, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

lieben und geliebt zu werden tut weh, jedenfalls in meinem falle..

menschen suchen sich, menschen finden sich, menschen brauchen sich, menschen lieben sich, menschen rauben einander aus, rauben sich energie, kraft und träume..

liebe fesselt die gedanken, sie hemmt uns und schränkt uns ein. liebe schenkt uns ein lächeln. sie biete wärme und geborgenheit. liebe ist gefährlich

warum lieben wir? wen lieben wir? warum lieben wir, wen wir lieben? hormone, gefühle, erfahrung, vertrauen, erwartungen…?

fragen über fragen und ich habe keine antwort..

heute im ring: die beiden kontrahenten das herz und der verstand. das herz ist voll von energie, es kämpft nicht mit taktik, es handelt intuitiv, seinem gegenüber entsprechend. der verstand kühl und sachlich. er analysiert seinen gegner, hält etwas abstand und zielt genau. unentschieden!

 

 

Du schaffst das schon!

•April 13, 2012 • 1 Kommentar

Wer bestimmt eigentlich, welches Leben lebenswert ist und welches nicht? Wer bestimmt die Regeln? Wer setzt fest, wer, wann, was , wie in seinem Leben zu erledigen hat? Wie sieht der perfekte Lebenslauf aus? Gibt es den überhaupt?

Viele laufen gestresst und voller Hektik durch die Welt. Auf der Suche nach der schnellst besten Möglichkeit am effektivsten an viel Geld und Anerkennung zu kommen. Welche Werte zählen hier eigentlich? Sind wir jemand, wenn wir einen tollen beruflichen Status, eine „heile“ Familie und am besten noch einen Vorgarten und einen Hund dazu besitzen? Das Wort besitzen, lässt mich inne halten. Was können wir eigentlich wirklich „besitzen“? Einen anderen Menschen auf jeden Fall nicht. Innere Einstellungen, Vorstellungen, Gedanken und Träume können wir besitzen. Diese kann uns keiner nehmen. Etwas so wahnsinniges Intimes ermöglicht es uns manchmal in diese Gedankenwelt zu verschwinden. Gerade dann, wenn die reale Welt um uns herum ein zustürzen droht, zu viel wird und unüberwindbar erscheint. Genau dann greifen unsere „Besitztümer“, auf die wir immer zurückgreifen können und die uns Sicherheit in Momenten der Unsicherheit geben und Trost und Hoffnung spenden können.

Mein Leben ist etwas Besonderes. Ich bin der Künstler dieses Kunstwerkes. Ich allein kann entscheiden, wann ich eine Ecke abhaue oder etwas dazu modelliere. Ich kann anderen gestatten, kreativen Einfluss auf mein Kunstwerk zu nehmen, es ein Stück mitzugestalten. Aber alles in allem habe ich nur dieses eine Stück, an dem ich herumprobieren kann. Und nur durchs Ausprobieren entwickeln sich Ideen.

Woher kommt dieser Druck? Wirklich von außen oder machen wir uns den ganz alleine? Kann ich meine eigenen Erwartungen nicht erfüllen oder scheitere ich an den Erwartungen meines Umfeldes, der Gesellschaft? Welche Erwartungen sind legitim, welche völlig überflüssig und unrealistisch? Die Balance finden, zwischen der Gestaltung der eigenen Skulptur, der Mitgestaltung von anderen und der eigenen Mitgestaltung an anderen Skulpturen. Und da hemmt die Angst. Die Angst, verletzt zu werden oder selbst zu verletzen. Sich nicht verlassen zu können, enttäuscht zu werden. Die Angst, an sich selbst zu glauben. Ja, genau da habe ich den Kern getroffen. Die Angst, an sich selbst zu glauben. Es fällt mir schwer an mich zu glauben. An meine Ziele und Wünsche zu glauben. Ich habe das Bedürfnis mich rechtfertigen zu müssen. Vor anderen, aber auch vor mir selbst. Der Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, das Vertrauen in das eigene Tun. Es fällt mir manchmal schwer, das zu tun. Es überkommen mich Zweifel. Nein, gar nicht. Eher Ängste. Zweifeln tue ich nicht, keine Minute. Ich glaube an mich und meine Träume. Ich glaube an meine geschickten Hände, die diese Skulptur schon zu einem wundervollen Kunstwerk gestalten werden. Und wenn ich mal aus Versehen eine Ecke abschlage, borgt mir vielleicht jemand anderes ein Stück, um dies zu ergänzen.

Ich brauche diese starke Hand. Die, die mir ab und an mal auf die Schulter klopft, mir freundlich zunickt und mir sagt: „Weiter so, du schaffst das schon!“

der stärkste siegt…

•April 2, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

 

Ich fühle mich zerrissen,

hin und her geschmissen,

in einer Gesellschaft voller Last und Druck, voller Leistung und Erfolg, voll von Gier, Macht und Sucht.

Manchmal möchte ich fliehen, weglaufen, ich fühle mich getrieben in eine Flucht,

Augen zu und durch, und am Ende die Narben zählen?

Wer ist der Stärkste? Wer lässt sich nicht quälen?

Nehmen wir Freud, Darwin und Kohlberg,

der Aggressivste setzt sich durch, ist doch gar nicht verkehrt.

Also, ballt die Fäuste, geht in Angriffsposition,

denn der nächste Kampf erwartet euch schon.

Wenn ihr gedacht habt, das Leben sei ein Ponyhof – tja, das wäre wirklich schön -

“geritten wird trotzdem”, höre ich hier, doch ich möchte lieber geh´n.

Gehen, um zu sehen. Gehen, um zu stehen. Gehen, um zu gehen.

Sehen und gesehen werden, wer ist die schönste im ganzen Land, Bild am Sonntag und Fernsehen.

Wo führt uns das hin, wenn der Kaffee schon fertig, bevor wir aus dem Bett sind?

Wenn das Haus schon weiß, wann wir wiederkommen und dann Licht brennt?

Wenn sich Fenster automatisch schließen und öffnen – je nach CO2 Gehalt -

Wenn Wikipedia unser Gehirn ersetzt, und Mutti nicht mehr mit den Türen knallt,

weil ein Mechanismus verhindert, dass wir, mit unseren Fäusten geballt,

einen Lärm erzeugen, wenn wir Frust und Unlust und Ärger an unseren billig hergestellten Modemöbeln Ausdruck verleihen wollen.

Gebremst, gebremst und auf einem bestimmte Level gehalten, so laufen viele Menschen, zombieähnlich durch die Straßen.

Sie wissen nicht mehr, was sie wollen, wer sie sind. Sie entnehmen es Plakatwänden und Reklametafeln.

Eine Balance finden zwischen mit dem Strom und gegen den Strom schwimmen.

Sich nicht zu verlieren und sein Leben selbst zu bestimmen.

Ich möchte kämpfen für meine Werte und Träume,

möchte festhalten meine Ziele und Freunde,

möchte teilen meine Freude und Trauer,

möchte leben ohne den Aufbau einer Schutzmauer,

möchte Sicherheit und Geborgenheit,

ein Dach über dem Kopf und manchmal auch Einsamkeit,

um nicht zu vergessen, wer ich bin und was ich will,

um auf dem Boden zu bleiben, mich nicht zu verlieren

und nach Größerem zu gieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man stelle sich vor…

•April 1, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Ein riesen Park. An jeder Stelle etwas Neues zu entdecken. Etwas Aufregendes. Etwas Beängstigendes. Etwas Spannendes. Etwas Reizvolles. Das Leben. Die Liebe ist ein großer Freizeitpark. Jede Achterbahn ist ein neuer Gefühlscocktail. Du wirst hineingeschmissen. Du weißt nicht genau, was dich erwartet. Doch du bist gespannt. Es fesselt dich und die Lust ist größer als die Furcht. Du setzt dich hinein, schließt den Gurt, wartest ab. Du hast die Kontrolle abgegeben. Ein Aussteigen ist nicht mehr möglich. Doch nur bis zum nächsten Halt. Das sind Minuten, Sekunden. Doch diese können wie Stunden, Tage, Monate vergehen. Weil es so schön ist oder weil es wehtut. Die Fahrt beginnt.

Das Herz schlägt mir bis zum Hals. Ein kurzer Ruck und die Bahn setzt sich in Bewegung. Ich lasse mich mitreißen auf dem Weg einer aufregenden Fahrt, ohne genau zu wissen, was am Ende auf mich wartet. Ich sehe den ersten Looping auf mich zukommen und ich freue mich. Alle Gedanken, sämtlicher Verstand sind ausgeschaltet. Ich lasse mich gehen. Und es fühlt sich gut an. Welch ein großer Kick, welch ein wahnsinniges Gefühl. Ich will mehr davon. Ich rausche durch den ersten Looping. Ich muss mich festhalten. – Hilfe, ich falle! – Doch alles ist gut. Ein Atemstoß gefüllt von Erleichterung schießt aus meiner Lunge. Ein paar mal links, ein paar mal rechts. Da kommt die nächste Überkopffahrt. Meine Freude, meine Lust verdrängen jegliches Gefühl von Unsicherheit und Angst aus meinem Körper. Ich sehe nur diesen Looping vor mir und will, dass die bahn mit tosender Geschwindigkeit hindurch rauscht. Und ich befinde mich wahrhaftig in einem Rausch. Alles in mir fährt Achterbahn. Ich sehe das Ende der Schienen näher kommen bzw. den Halt, die Unterbrechung in den Gleisen, die die Bahn gleich zum Stoppen bringen wird. Ich muss aussteigen. Doch ich will nicht. Die Bahn kommt zum Stehen und ich merke, wie erschöpft ich bin. Ich brauche eine Pause. Etwas essen? Nein, gar nicht möglich. Ein Schluck Wasser, um meine Kehle zu benetzen. Das muss reichen. Ohne jegliche Körperspannung, doch mit einem breiten Grinsen im Gesicht, sitze ich auf einer Bank. Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Die Arme hängen schlaff an meinem Körper herunter. Eine Zufriedenheit breitet sich in mir aus. Eine wohlige Wärme, die meinen ganzen Körper durchströmt. Meine Augen sind geschlossen. Ich denke an nichts. Nach einigen Minuten dieses tranceartigen Zustandes öffne ich meine Augen. Ich blicke mich um und ich sehe den Trouble um mich herum. Menschen. Menschen, die essen. Menschen, die trinken. Menschen, die reden. Menschen, die lachen. Menschen, die schimpfen. Etwas zerrt an mir. Ich stehe auf und setze meine Reise durch den Park fort. An einigen Stationen gehe ich vorbei. Sie interessieren mich nicht. Sie langweilen mich. Da, die nächste Bahn. Größer und schneller als die letzte. Da ist es wieder. Das Gefühl der Anspannung. Bin ich dem gewachsen?

…die Liebe ist eine Achterbahn!

Superhelden sind nicht immer super

•März 9, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich sehe in das Gesicht, das mich zuvor erfreute. Immer und immer wieder. Doch ich blicke es an und spüre – nichts.

Berühmt berüchtigt bin ich für meinen Anzug aus abweisender Kälte und Distanz. Komm mir ja nicht zu nahe, ich schieße sonst. Maßgeschneidert dieser Anzug. Ein Prachtstück in schillerndem Dunkelrot. Hauteng schmiegt er sich an meinen Körper. Gar nicht mehr wegzudenken ist er. Und gut fühlt er sich an. Ich habe es geschafft, Sicherheit und Geborgenheit in diesem, ich kann es immer nur wieder sagen – traumhaften- , Anzug zu verknüpfen. Doch es hat den Anschein, als sei er für andere unsichtbar. Sie sehen nicht diesen rotschillernden körperbetonten Einteiler. Sie beschreiben ihn eher als schillernd grün, etwas glibberig. Glibberig? Mein Anzug ist doch nicht glibberig. Und ein paar Löcher soll er haben. Man kann hindurchsehen. Aber das würde ja bedeuten, das Schutzschild wäre zerstört. Unangenehmes, Unbehagliches, Verletzendes kann nun eindringen, sich völlig in mir ausbreiten. Ich muss ihn flicken. Ich muss meinen Anzug wieder vollkommen machen. Was wäre ich denn sonst!? Ohne meinen Anzug… Man ist ein Niemand ohne Anzug, ein Normalo. Aber mir gefallen die Normalos. Sie wirken glücklich, meistens jedenfalls. Manchmal denke ich, es ist vielleicht leichter, nicht immer alles alleine entscheiden zu müssen, Unterstützung zu haben, Hilfe, Dankbarkeit, Zuwendung. Doch auch Konflikte, Rücksicht, Verantwortung, Gedanken, Gedanken, Gedanken und Freiheitsentzug kommen hinzu. Ja, wiegt man ab, so sind die Normalos doch nur arme, sich gegenseitig verschlingende Menschen. Sie denken nicht mehr nach. Saugen mehr am Körper des anderen, anstatt ihren Mund dafür zu benutzen, ihren ständigen Gedanken Worte zu schenken und sich mitzutzeilen.

Ich glaube mein Anzug schreckt sie ab. Aber ich bin einer von den Guten, kein stehlender, raubender böser Superheld. Warum sehen sie das nicht? Durch die Löcher konnten sie hindurchsehen. Doch dann bin ich nackt, entblöst, fühle mich ausgeliefert. Wieso eigentlich? Ich bin doch der Superheld. Würden sie mir etwa was tun? Mich bekriegen, nun wo ich verletzbar bin? Ich machs einfach. Auch mal mutig sein, hat meine Oma immer gesagt. Kind, trau dir mal was zu. Ok, Oma. Ok.  Also langsam den linken Fuß herausziehen. Wow, ist das kalt. Na gut, weiter gehts. Linkes Bein, rechter Fuß, rechtes Bein, die Arme, der Rumpf… So, nun bin ich frei! Fühlt sich irgendwie gut an. Ich habe nie bemerkt, was für ein Gewicht dieser Anzug hatte.

So, dann mal hinaus ins Normalochaos. Und wenn mich doch einer trifft? Was dann? Ich muss die Wunden heilen. Ich muss aufpassen. Aufpassen auf mich und meinen entblösten Körper. Ja, ich passe auf. Los geht´s!

ne Blume

•November 15, 2011 • 1 Kommentar

Es blitzt ein Tropfen Morgentau,

im Strahl des Sonnenlichts.

Ein Tag kann eine Perle sein,

und ein Jahrhundert nichts.

 

…von einem Freund!

 
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